Uf und dervo Lydia
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Vogelfrei und sooo glücklich!
 
Ich freue mich, wenn ihr mein spannendes, grosses Abenteuer auf dem Pazifischen Ozean ein wenig mit mir auf meiner Homepage, welche René für mich gestaltet hat, teilen möchtet.
 
Die Reise führte uns durch die Gesellschafts- und Tuamotu-Inseln in Französisch Polynesien, und von dort über die Cook-Inseln, Niue, die Tonga-Inseln und das Minerva Reef nach Neuseeland. Dort sind wir die abwechslungsreiche Ostküste von Opua im Norden bis Dunedin, in der Provinz Otago auf der Südinsel, hinunter gesegelt. Im Ganzen haben wir mit der S/Y 'Ata'Ata 5000 Seemeilen zurückgelegt, entlang welchen wir 45 Häfen und Ankerplätzen besucht haben.
 
Herzlich Eure Lydia
 
 
 
 
Reisebericht 2016:
Februar - März
April - Mai
Juni - Juli
          ... und 2017:
August - September
Oktober - November
Dezember - Januar
Juni 2016
Weihnachten an Bord!
 
1. Juni   Weihnachten für René: nach dem langen Streik der Flugzeuge sind endlich die Päckchen mit den kleinen Eisenbahnteilchen, welche er seit längerer Zeit in Deutschland bestellt hat, eingetroffen. Wie ein kleiner Junge hat er sich darüber gefreut, die Pakete sorgfältig zu öffen und mir die kleinen Kühe, Menschen, Schienen, Transformatoren, Umlenkwagen, usw. zu zeigen. Er möchte nämlich eine Eisenbahn mit einer Winterlandschaft im Mass-Stab 1:220 bauen (Z-Spur), was auf dem Schiff in dieser Dimension auf kleinstem Raum möglich ist.
 
Natürliches Schmuckmaterial! 2. Juni   René findet Zeit, mit mir zum Tapioi zu wandern, so kann ich mal ausgiebig Fotos knipsen, da die Freunde, mit denen ich jeweils nach oben laufe, nicht sehr an den alltäglichen Pflanzen interessiert sind, und ich so kaum zum Fotografieren komme. Oben angelangt, verspeisen wir das mitgebrachte Picknick. Plötzlich muss es schnell gehen, denn es kommt ein Wolkenbruch und innert kürzester Zeit giesst es wie aus Kübeln. HerkulessaOh je, die mitgebrachten „Guetsli“ müssen auf später verschoben werden. Wir stellen uns unter einen Vorsprung eines kleinen Häuschens und warten den Regen ab, der wie er gekommen ist auch wieder verschwindet. So können wir unseren Abstieg bald wieder antreten. Unterwegs haben wir Kerne gesammelt, aus denen Schmuck oder andere Bastelarbeiten gefertigt werden können. Wir haben auch wunderschöne leere Schneckenhäuschen und Muscheln gefunden, welche vom Meer mit Lastwagen auf den Tapioi gefahren werden, um die Strasse aus zu bessern. Fockroller-TrommelDie Familie, welcher der Tapioi gehört, besitzen ein Haus mit eigenem Friedhof für ihre Verstorbenen. Wir haben den herrlichen Tag sehr genossen und wie ihr sehen könnt, bin ich kräftiger als zuvor davon zurück gekehrt.
 
3. Juni   René flickt den nicht mehr funktionierenden Fockroller, da so ein kleines Ersatzteil sehr viel Geld kosten würde. Er musste aus einem Stück Aluminium neue Flanschen schneiden und mit Epoxy-Harz ein neues Herzstück mit zwei Kuggellagern fertigen. Als die Teile noch gespritzt worden waren, konnte der Fockroller wieder am Bug angebracht werden. Schwimmende MerkwürdigkeitEine langwierige, knifflige Angelegenheit, aber schlussendlich hat es super geklappt und der Fockroller ist nun wieder wie neu. Von aussen sieht man gar nicht, was für eine Riesenarbeit dahinter steckt!
 
5. Juni   Beim Mittagessen bei Claudie und Paul sehen wir etwas im Wasser schwimmen, dabei handelt es sich um einen Teil eines Steges. Wir benachrichtigen die Marina-Betreiber, welche sich nicht besonders interessiert an der Meldung zeigen. Am Sonntag werden solche Sachen einfach ignoriert. Schmeckhafte BordbäckereiDa es nicht von unserem Steg war und wir nicht gesehen haben, wo ein Teil fehlt, haben wir uns auch nicht mehr darum gekümmert. Normalerweise sieht man Schiffe im Hafen herumfahren, da ist es komisch, plötzlich ein solches Teil zu erblicken.
 
10. Juni   In unserem kleinen Backofen, den ich nun ein wenig kenne, habe ich einen Speck- und einen Butterzopf nach dem Rezept von Susi gebacken. René war begeistert, nur schon der feine Duft hat ihn kaum warten lassen, den Zopf zu probieren, aber ich konnte es verhindern, indem ich ihm gesagt habe, man dürfe den Ofen erst öffnen, wenn der Zopf fertig gebacken ist.
 
Tanzaufführung in Uturoa 11. Juni Wir besuchen eine Aufführung der Tanz- und Musikgruppen in der Stadt. Unsere Nachbarin hat uns dazu eingeladen, da sie bereits seit ein paar Jahren tahitianischen Tanzunterricht besucht. Ich habe gestaunt, was ich da noch lernen muss. Es war sehr hübsch anzusehen, wie bereits die kleinsten Mädchen ihre Hüfte bewegen können. Viele Franzosen,die hier leben, schicken ihre Kinder in diese Kurse, und auch sie bewegen sich bereits sehr rhythmisch zur Musik. Ausrüstungs-FundEs war ein lustiger Abend, bereits kennen wir viele Menschen in der Stadt, sodass es viel zu plaudern gab. Die Tanzaufführungen werden von einer Lehrerin, die alle Kurse erteilt, choreografiert, das ist eine unheimlich aufwändige Arbeit. Die Perkussionsspieler werden durch ihren Ehemann angeleitet.Die Aufführung war ein grosser Erfolg und das anschliessende Dessertbuffet wurde rege besucht.
 
13. Juni   Ich bin mit Margherita aus Italien nach dem Tanzkurs in die Stadt gefahren, wo wir uns an einem Stand Pommes frites und einen gemischten Salat gekauft haben. An einem wunderschönen Plätzchen mit Blick auf das Meer haben wir das Mittagessen genossen. Danach sind wir ins Schwimmbad gefahren, wo wir etwas mit unseren Taucherbrillen und Masken die Fische beobachtet haben. Pneumologie Abteilung des Spitals UturoaPlötzlich taucht Margherita mit einem Feuerlöscher auf, den wir an Land schleppen und dort kontrollieren. Er scheint noch brauchbar zu sein und ich nehme ihn auf unser Schiff. Die Begeisterung von René hält sich in Grenzen, da er meint der Feuerlöscher könnte für uns bei einer Schiffskontrolle ein Problem sein. Vorerst bleibt er in unserem Cockpit. Margherita und ich haben herzhaft über unseren Fund gelacht, denn wer entdeckt schon einen Feuerlöscher auf dem Meeresgrund!
 
17. Juni   Ich habe mit dem Pneumologen im Spital abgemacht, um meine Lungenwerte zu kontrollieren. Der Pneumologe kommt zwei Mal pro Monat aus Tahiti nach Raiatea, und so ist sein Wartezimmer gut besucht. Post kommt an!Die Sekretärin hat sich ihr Büro im Gang des Spitals eingerichtet und bestimmt die Reihenfolge der Patienten. Glücklicherweise kennen wir einen Arzt, sodass wir etwas Vorrang vor den anderen Patienten erhalten. Nach zwei Patienten kann ich meine Tests, deren Werte alle gut ausgefallen sind, durchführen. Am gleichen Tag habe ich eine Blutprobe im Spital abgegeben. Auch diese Werte sind alle im grünen Bereich. Meine letzte Impfung habe ich bei einer freundlichen Ärztin in der Stadt erledigt. Nun steht meinem weiteren Abenteuer nichts mehr im Weg.
 
22. Juni   Ein riesiges Paket (95 kg) für unseren Nachbar ist angekommen, Frauengruppemehr Gewicht als ich auf das Schiff gebracht und geschickt habe, ich hatte 93 kg!!!!! Mit einem Kollegen hat er das Paket per Camion am Hafen abgeholt. Zu dritt wird es zum Schiff geschleppt, ausgepackt und auf das Schiff manövriert. Nun kann das Aggregat - ein Bugstrahlruder - eingebaut werden, ebenfalls eine Riesenarbeit! Heiva
 
24. Juni   Eröffnungsfeier der Heiva in Uturoa. Ein paar Frauen aus der Tanzgruppe und Margherita besuchen mit mir die Eröffnung der Heiva, welche vom 24. Juni bis zum 7. August dauert. Fröhliche Polynesier und Polynesierinnen in ihren farbenprächtigen Kleidern, ihren Blumenketten und -kronen besuchen die Eröffnung. Sogar die Schönheitskönigin von Raromatei (Insel in der Nähe) besucht die Feier. Viele verschiedene Unterhaltungen können besucht werden, die Höhepunkte aber sind die über Monate einstudierten Tänze der verschiedenen Gruppen. Bereits jetzt können die Trainings besucht werden. SamensammlungAls Abschluss der Eröffnungsfeier wurde allen Besuchern ein Cocktail und ein kleiner Teller mit verschiedenen einheimischen Speisen offeriert.
 
25. Juni   René bohrt für mich ganz feine Löcher in die auf dem Tapioi gesammelten, harten Samen, Schmuck aus Samenworaus ich dann mit Margherita hübsche Ketten herstelle. Da wir sehr viele Samen gesammelt haben, bohren wir auch selber noch Löcher, welche aber etwas grösser ausfallen, wir entschliessen uns deshalb, diese in Lederbändeli einzuarbeiten, was auch ganz hübsch aussieht. Wir haben viel Spass beim Erarbeiten unserer Armbänder und Ketten.

Juli 2016

 
Lou 1. Juli   Wir sind eingeladen zum Znacht bei Isabelle, Jean-Philippe und der kleinen Lou Sie bereiten einen Fisch in Vanillesauce, mit einem schmackhaften Risotto und einem wunderbaren grünen Salat mit Erdnussölsauce für uns zu. Jean-Philippe holt uns in der Marina ab, da sie hoch über Raiatea in einem Haus wohnen. Wir geniessen das feine Essen und den gemütlichen Abend in ihrem hübschen Haus. Da viele Umbauarbeiten vorgesehen sind, werden sie ab August in der Marina auf ihrem Schiff leben und wir werden öfters Gelegenheit haben, sie zu sehen.
 
Gefangene Fische 7. Juli   Anlässlich der Festivitäten der Heiva findet ein Unterwasser-Fischfangwettbewerb statt. Die Teams aus Tahiti, Bora Bora und Raiatea sind den ganzen Tag unterwegs, um so viele Fische wie möglich zu fangen. Am Abend kommen sie zum Hafen und zeigen ihre Ausbeute. Sogar ein Team, bestehend nur aus Frauen, nimmt daran teil. Die Fische werden auf einer Schnur aufgespiesst und danach gewogen und gezählt. Das Team mit den meisten Fischen und dem höchsten Gewicht gewinnt den Wettbewerb.
 
Heiva 2016 8. Juli   René und ich besuchen den ersten Sing- und Tanzabend der Heiva. Wir geniessen den lauen Sommerabend mit den verschiedenen Darbietungen. Es ist interessant, bei diesen Aufführungen, die ein Wettbewerb der jeweiligen Teams sind, auch Knaben und Männer beim Tanzen zu sehen, bei den anderen Vorführungen sind jeweils nur Mädchen und Frauen zu bewundern. Nach unzähligen Trainings sitzen die Schritte der Tänzer und Tänzerinnen perfekt, und es sind kaum Abweichungen zu erkennen. Die Kostüme werden auf das Thema der jeweiligen Darbietung abgestimmt. Pro Team werden hintereinander fünf Choreografien getanzt, was von jeder einzelnen Person viel Disziplin und Anstrengung abverlangt.
 
Vorbereitungen zum Auslauf 9. Juli   Wir wollen - für mich zum ersten Mal - mit gehissten Segeln auslaufen. Der Wasserschlauch und das Stromkabel müssen demontiert werden, die Velos zusammengeklappt und verstaut werden, alle Küchenartikel in die Schränke versorgt werden, meine Bastel- und Schreibsachen irgendwo plaziert werden, die Luft vom Beiboot entfernt und dieses im Aussenkasten verstaut werden, der Kartentisch mit Computer, Natels, Kamera, Sticks und Ladekabel aufgeräumt und alles irgendwo, natürlich wiederauffindbar, versorgt werden, auch das Sonnendeck muss abmontiert werden. Viele kleine Dinge sind zu erledigen, natürlich muss die Schweizer Flagge am Heck des Bootes gehisst werden und die französischen und polynesischen Flaggen montiert werden. Am Steuer der 'Ata'AtaWir verrichten diese Arbeiten und freuen uns auf den neuen Tag. Früh gehen wir schlafen, sodass wir am nächsten Tag noch die letzten Esswaren einkaufen und diese auch noch verstauen können.
 
10. Juli   Wir segeln von der Lagune von Raiatea hinaus aufs offene Meer. Meine ersten Segelerfahrungen kann ich so machen, die Wellen sind etwa 1.5 bis 2 Meter hoch und natürlich nach etwa zwei Stunden muss ich schon erbrechen. Ein ungewohntes Gefühl, vor allem unter Deck beschleicht mich, das Schiff schaukelt, ich hole etwas zum Trinken, ich muss mich überall festhalten. Im Cockpit der 'Ata'AtaSofort gehe ich wieder nach oben, wo es mir etwas besser geht. René meint, alle Personen, die erstmals auf einem Schiff solche Wellen erleben, müssen erbrechen. Wir steuern, nach Taha'a in die Lagune und mir geht es schnell wieder besser. Nach einem Süppchen und ein paar Stunden Schlaf bin ich wieder auskuriert. Mit unserem Beiboot, welches René aus dem Aussenkasten hievt und auf Deck aufpumpt fahren wir am nächsten Tag zum berühmten Korallengarten, wo wir uns durch die Strömung an unzähligen bunten Fischen und Korallen entlang treiben lassen. Ein wunderbares Gefühl, noch nie habe ich so viele Fische gesehen, manchmal konnte kaum der Grund gesehen werden, auch waren die Fische sehr zutraulich. Der Korallengarten auf Tahaa Müde gingen wir nach diesem ereignisreichen Tag und einem herrlichen Sonnenuntergang schlafen.
 
Am nächsten Tag konnten wir eine wunderbare Morgenstimmung erleben, und ich habe René gebeten, nochmals zum Korallengarten zu fahren, was wir auch gemacht haben, es war nochmals wunderschön. Nun fühlte ich mich wieder sehr gut und ich konnte das Ruder übernehmen, wir konnten eine herrliche Fahrt durch das verschieden farbige Meer erleben, das Schiff segelt wunderbar und es war ein herrliches Gefühl am Steuer zu stehen und die herrliche Landschaft zu betrachten.
 
Weiter sind wir dann zum in unserer Nähe gelegenen Motu gesegelt, wo wir nochmals eine Nacht vor Anker waren. Als wir angekommen sind, wurden wir von unseren Nachbarn freundlich empfangen und sie wollten wissen, wie es mir bei meinem ersten Ausflug ergangen ist. Zum National-FeiertagWir sind hier wie eine kleine Familie, alle helfen sich gegenseitig und sind füreinander da, wenn jemand etwas braucht, so fühle ich mich hier gut aufgehoben.
 
14. Juli   Nationalfeiertag: René beflaggt zur Feier das Schiff mit den 39 genau anzuordnenden Flaggen des internationalen Flaggencodes. Es ist wie bei uns am 1. August wenn alle ihre Häuser und Wohnungen mit den Schweizer-Fahnen und Lampions schmücken. Vor der Marina ist ein Marsch durch die Strassen der verschiedenen Clubs zu sehen. Alle haben sich hübsch gekleidet, die Sujets der jeweiligen Gruppen sind an den mitgebrachten Artikeln, wie Kanus, Harpunen, Instrumenten, Fuss-, Hand- und Volleybällen, Tennisschlägern, Velos, usw. zu erkennen. Erst muss man sich ans Schaukeln gewöhnenDer Boxclub gibt sogar ein kleines Kämpfchen zum Besten. Die Tanz- und Singvereine tanzen und singen bei herrlichem Wetter auf der Strasse. Viele wunderschön mit Blumen und Blättern dekorierte Wagen sind zu bestaunen, und natürlich die Kostüme der verschiedenen Vereine sind herrlich anzusehen. Der Tross bewegt sich zum Schwimmbad, wo alle mit einem Sandwich und einem Getränk verpflegt werden.
 
20. Juli   Wir wollen wieder auslaufen, um die Insel Huahine zu besichtigen. Diesmal nehme ich Tabletten, um mich vor der Seekrankheit zu schützen, da wir wieder auf dem offenen Ozean segeln werden. In der Lagune von HuahineIn der Lagune kann ich das Steuer übernehmen, und ich bin sehr stolz und konzentriert, wie sich das Schiff mit meinen Manövern bewegt. René erteilt mir die nötigen Instruktionen, welche ich peinlichst genau befolge. Auf dem offenen Meer jedoch übernimmt er das Steuer und die Segel, sodass ich das Farbenspiel der Wellen, den Himmel, die Vögel, welche sich Fische aus dem Meer schnappen, die wunderbaren Farben des Wassers und die Ruhe geniessen kann. Zusammen mit JuneEs geht mir schon viel besser. Es ist herrlich mit gehissten Segeln vorwärts zu kommen. Wir ankern in der Lagune und René pumpt am nächsten Morgen das Beiboot auf, mit welchem wir zur Insel fahren. Wir besichtigen das kleine Städtchen Fare mit seinen hübschen Restaurants, laufen dem hübschen Strand entlang und geniessen das Kanurennen, das gerade statt findet.
 
Um 11.00 Uhr werden wir von June abgeholt, welche mit uns die beiden Inselteile Huahine Nui und Huahine Iti abfährt und uns die Sehenswürdigkeiten zeigt. Fischer auf HuahineDie Insel (sie wird auch Garten Eden genannt) ist wunderschön und sehr vielfältig. Beide Inselteile haben eine Fläche von 74 km2 und werden von einem Riffgürtel umschlossen. Die Inseln werden durch eine Steinbrücke miteinander verbunden. Im Norden befindet sich ein See, der genaugenommen ein Teil der Lagune ist. Malerische Buchten, kleine, weiss sandige Riffeilande entlang der Ostküste sowie das türkis bis azurblaue Farbenspiel der Lagune kennzeichnen die landschaftliche Schönheit der Insel. In der Lagune sind jahrhundertealte Steinreusen zu entdecken, die von den Einheimischen zum Fischfang benützt werden. Polynesische Fischfalle auf HuahineWir sehen Ohrenaale, welche blaue Augen haben, sie gelten als heilig und werden von den Dorfbewohnern gefüttert. In einem Restaurant essen wir aus einem tahitianischen Ofen in Bananenblättern eingepackte Speisen wie Huhn, Schwein, Kalb, Rind, verschiedene Gemüse, dazu werden Taros und Brotfruch gegessen. Die Polynesier nehmen von der Vorspeise bis zum Dessert alles auf einen Teller, wir jedoch haben das Dessert separat genossen. Es hat uns sehr gut geschmeckt, wir haben alles aufgegessen.
 
Auf Huahine 21. Juli   Ich stehe um 04.00 Uhr auf (René ist bereits seit 02.30 Uhr wach, und erledigt verschiedene Sachen damit wir auslaufen können) und wir segeln los Richtung Bora Bora.Der Mond scheint und es ist herrlich auf dem offenen Meer zu segeln. Langsam erwacht der Tag mit wunderbarer Morgenstimmung. Ich fühle mich sehr gut auf dem Schiff, und wir geniessen die Fahrt mit 2.5 bis 3 Meter hohen Wellen und die Windgeschwindigkeit zwischen 10 bis 20 Knoten. Auf HuahineEinlaufen in Bora Bora, das Herz schlägt höher: aquamarin, türkis bis smaragdgrün leuchtende Lagune und in der Mitte die grüne Bergsilhouette eines halb versunkenen Vulkans, atemberaubend. Am Nachmittag sind wir in der Lagune von Bora Bora, wo wir unseren Anker setzen und uns einen Teller Spaghetti kochen. Wir geniessen die Abendstimmung und gehen früh schlafen. Am Morgen fahren wir mit dem Beiboot zum Hafen, wo wir den Hauptort Vaitape besichtigen. Auf der Strasse werden an kleinen Ständen verschiedene Früchte und tahitianische Perlen verkauft. Es gibt unzählige Hotels im 38 km2 grossen Bora Bora, eines schöner als das andere. Am Mittag fahren wir zum Schiff zurück, wo wir picknicken, danach fahren wir zum Riff, wo wir schnorcheln. Herrliche Fische und Korallen können wir mit unseren Taucherbrillen besichtigen. In der Nacht schwimmen wir im glasklaren Meer vor unserem Schiff. BoraBora
 
22. Juli   In unserem Cockpit mit Blick auf Bora Bora frühstücken wir und lassen unsere Blicke auf die umliegenden Motus schweifen. Wir geniessen den Tagesbeginn, was wie überall auf der Welt, ein kleines Wunder ist, in der Lagune jedoch mit freier Sicht auf die Umgebung ist es noch viel eindrücklicher, man fühlt sich so glücklich und frei von jeglichen anderen Einflüssen. Hart am PassatwindWir verstauen alle Sachen an ihrem Platz, bevor wir wieder Richtung Raiatea segeln, ca. 50 Seemeilen. Bei wunderbarem Wetter, gutem Wind und ausgezeichneten Segelverhältnissen erlebe ich den Tag im Cockpit (dort fühle ich mich wohl). Am Abend treffen wir in Raiatea ein, wo wir von Bernard zum Essen eingeladen werden, so ein netter Empfang. Wie ich nun gesehen habe, gibt es sehr viel zu lernen auf einem segelnden Schiff, man kann sich nicht zurück lehnen. Zum Glück kann ich mich voll und ganz auf René verlassen, ich kann einfach machen, was mir möglich ist, den Rest erledigt er.
 
Mit Alison 26. Juli   Alison und ihr Freund Philippe, der hier ein Schiff hat, und den ich bereits während drei Monaten kennengelernt habe, kommen hier an. Zum ersten Mal kann ich hier jemanden mit einer Blumenkette empfangen. Zu Ihrer Ankunft haben wir auf dem Schiff von Bernard ein Raclette arrangiert, was die beiden sehr mögen. Ich freue mich, wieder eine Frau an meiner Seite zu haben, da Margherita, Godefroy, June und ihr Hühnchen mit der ich sehr viel unternommen habe, wieder abgereist ist, um auf einem Schiff durch die Inseln in der Umgebung zu reisen. Alison ist sehr nett, ich verstehe mich mit ihr auf Anhieb sehr gut.
 
30. Juli   Wieder einmal sind wir bei Godefroy und June in ihr speziell eingerichtetes Häuschen eingeladen. Auch Philippe und Alison sind dabei, da sie im letzten Monat bei Alison zuhause einen Besuch auf ihrer Reise durch Neuseeland gemacht haben. Sie haben ein kleines Hühnchen gefunden, welches sie nun aufpäppeln bis sie nach Frankreich reisen werden, um den kranken Vater von June zu besuchen. Es ist immer sehr lustig bei ihnen und wir freuen uns immer, mit ihnen zu plaudern.

 
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