Uf und dervo Lydia
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Vogelfrei und sooo glücklich!
 
Ich freue mich, wenn ihr mein spannendes, grosses Abenteuer auf dem Pazifischen Ozean ein wenig mit mir auf meiner Homepage, welche René für mich gestaltet hat, teilen möchtet.
 
Die Reise führte uns durch die Gesellschafts- und Tuamotu-Inseln in Französisch Polynesien, und von dort über die Cook-Inseln, Niue, die Tonga-Inseln und das Minerva Reef nach Neuseeland. Dort sind wir die abwechslungsreiche Ostküste von Opua im Norden bis Dunedin, in der Provinz Otago auf der Südinsel, hinunter gesegelt. Im Ganzen haben wir mit der S/Y 'Ata'Ata 5000 Seemeilen zurückgelegt, entlang welchen wir 45 Häfen und Ankerplätzen besucht haben.
 
Herzlich Eure Lydia
 
 
 
 
Reisebericht 2016:
Februar - März
April - Mai
Juni - Juli
          ... und 2017:
August - September
Oktober - November
Dezember - Januar
April 2016
 
Aquafit in der warmen Lagune 1. April.   Ich besuche die Aquafit-Gruppe im Schwimmbad, sie benützen kleine Nudeln und schützen sich teilweise vor der Sonne mit Hüten und T-Shirts. Lilio, meine Yoga- und Tanzlehrerin erteilt Stunden in Aquagym und Aquadance (Tanzen im Wasser ist wegen des Wasserwiderstandes gar nicht so einfach), sie zeigt die Übungen ausserhalb des Wassers, ihr schnelles Tempo bereitet den Frauen Mühe, diese im Wasser korrekt auszuführen. Nun ja, wichtig ist Bewegung. Der polynesische Truck als Schulbus Eine Klasse Schüler wird mit dem Schulbus zum Schwimmen gebracht, ca. 26 Kinder mit 5 Begleitpersonen zur Überwachung. Die Kinder sind sehr diszipliniert und folgen genau den Anweisungen ihrer Lehrer und Begleiter.
 
Happy Hour in Uturoa Am Abend machen wir einen kleinen Spaziergang in die Stadt, wo wir einen Drink nehmen. Die Drinks sind sehr einfach aber ganz fein, die tolle Blue Bar in Kreuzlingen mit ihren speziellen und wunderschön dekorierten Getränken könnte hier grosse Konkurrenz bieten!
 
SS Wind Spirit und MS Marina in der Lagune von Raiatea 2. April.   Die Windspirit (ca. 200 Passagiere) auf dem Weg nach der Insel Huahine kreuzt am Hafen von Raiatea das grosse Kreuzfahrtschiff Marina (ca. 1'200 Passagiere). Die Segel der Windspirit sind gehisst, was ein fantastisches Bild ergibt (oft nur als Spektakel für die Passagiere). Die Marina legt im Hafen für einen Tag an, von wo sie am nächsten Tag weiter mit Halt in den verschiedenen Inseln von Französisch Polynesien weiter fährt. Nach einer Woche wird sie wieder hier im Hafen anlegen und weiter nach Tahiti reisen, wo viele Passagiere von Papeete in ihre Heimat fliegen werden. Andere werden ihre Reise nach den Osterinseln fortsetzen und von dort nach Amerika weiter reisen. Immer interessant ist es mit den Passagieren in's Gespräch zu kommen, was ich natürlich nicht versäume.
 
Unsere kleine Freundin Missie 13. April.   Stellt euch vor: ich bin jetzt Hundesitterin, der kleine Dackel unserer Nachbarn wurde mir überlassen, da der Mann einen Infekt hat und sich im Spital untersuchen lassen musste. Das Spital ist ca.10 Minuten von der Marina entfernt. Mit Missie bin ich zur Stadt spaziert, wo ich mich mit einem Ehepaar aus Vancouver unterhalten habe, ihre Tochter wohnt seit 20 Jahren in der Schweiz. In der Stadt wurde ich dann von einer Polynesierin angefragt, ihr Gepäck zu beobachten, während sie mit ihrem kleinen Sohn (5 Monate) ein Taxi rufen wollte. So verrichte ich auch hier ein wenig Sozialarbeit mit Hunde hüten und Gepäcküberwachung!Lydia Blues Auf dem Rückweg zum Schiff bin ich dann einer hübschen Argentinierin begegnet, welche mit ihrem Freund, einem Spanier, sechs Monate Ferien auf seinem Schiff in Französisch Polynesien verbringt. Sie hat sich sehr darüber gefreut, mit jemandem spanisch zu sprechen.
 
18. April.   Blues am Regentag! Heute regnet es in Strömen und der Maramu-Wind bläst manchmal in Böen bis zu 40 Knoten. So verbringen wir den Tag in der gemütlichen Kajüte bei Bastel- und Computerarbeiten am Kartentisch, und im Takt des berühmten Lydia-Blues: "Dum Da Dum... Da Dum... Da Dum..."! Mir wurde es übrigens von lauter Blues... trümlig! Ti Fei Fei
 
 
Stolz bin ich aber auf meinen ersten Versuch in der polynesischen Bastelkunst: meine beiden Ti Fei Fei passen wunderbar zu unserem Tisch und dafür habe ich an Bord grosses Lob erhalten! :-)
 
Im Hafen von Uturoa wird ein neues Becken für die Fischerboote gebaut. Die Arbeiten kommen bei diesem Regenwetter nur langsam voran, jedoch benützen die Arbeiter jede Gelegenheit, ihre Arbeit fort zu setzen. Sobald der Steg fertig gebaut ist, wird der grosse Umzug der Boote statt finden. Baustelle in der Marina von Uturoa
 
20. April.   Regen, Regen, Regen und nochmals Regen, während beinahe 10 Tagen hat es nun geregnet, selbst Lilio blickt etwas nachdenklich auf die trübe Landschaft. Ich wurde zum Glück von Philippe für die Yoga- und Tanzstunde abgeholt, auf der Strasse hatte es viel Wasser und der Verkehr stockte. Lilio nachdenklich in den Regen blickend René musste mit seinem Velo für Einkäufe in die Stadt fahren, klitschnass ist er dann zurück gekommen. Wir müssen den Waschtag verschieben und unsere nassen Kleider im Schiff mit dem Ventilator trocknen, zum Glück ist es nie kalt, aber ich habe ja genügend kurze Hosen und T-Shirts mitgebracht. Manchmal werden wir am Abend vom Regen verschont, und so geniessen wir auf dem Nachbarschiff unsere selber gepoppten Maiskörner mit einem oder zwei Bierchen.
 
Westerdam 20. April.   Die "Westerdam“, das riesige Kreuzfahrtschiff aus Holland war am Hafen. Es fasst 1'900 Passagiere. Ich war in der Stadt und bin doch gleich in eine Gruppe von 30 Schweizern gelaufen. Leider war ihre Reise in Französisch Polynesien nicht sehr glücklich, da es so viel geregnet hat. Letzmals konnten sie Sonne in Hawaii geniessen. Danach waren sie nur auf See unterwegs, sie konnten an verschiedenen Orten wegen des schlechten Wetters nicht anlegen. Froh waren sie jedoch, in Raiatea an Land zu gehen und wieder einmal Boden unter den Füssen zu haben. Leider mussten jedoch auch hier die Ausflüge abgesagt werden. Bereits nach einem Tag geht ihre Fahrt weiter nach Bora Bora und Moorea, Raclette in den Tropendanach fahren sie weiter nach Nuku Hiva in den Marquesas. Die Wetteraussichten sind jedoch nicht besser, obschon ich für die weitgereisten Schweizer auf besseres Wetter hoffe!
 
21. April.   Da es nun nach diesen Regentagen etwas kühler ist, 25 Grad, haben wir vorgeschlagen, ein Raclette zu machen: spontan lädt uns Daniel in das Haus seiner Freunde ein, und wir bringen die Zutaten für ein typisches Schweizer-Essen mit. Bernard, unser Stegnachbar hat sogar einen Raclette-Ofen, S/V Tenacious den wir natürlich auch mitnehmen, so sind wir ausgerüstet und der Schmaus kann beginnen, soooooo fein!
 
27. April   Das englische Segelschiff S/V "Tenacious" aus Southampton legt im Hafen von Raiatea an, und wir verpassen es nicht, ein Foto zu machen. Sie ist das längste Holzsegelschiff der Welt in Fahrt. Sie wurde für den Betrieb mit Behinderten entworfen. Das Ziel ist, körperlich behinderten Menschen die Möglichkeit zu geben, ein Teil der Mannschaft zu sein. Das Schiff hat flache Decks, es existieren Aufzüge im Mannschaftsbereich, ein sprechender Kompass für Blinde, eine grosse Radaranzeige für eingeschränkt Sehende und Vibrationsalarm für Hörbehinderte.
Mai 2016
 
Unser Steg 1. Mai   So sieht es auf unserem Bootssteg aus, manche haben ihre Velos auf dem Steg angebunden, andere befestigen sie auf ihren Booten. Unsere zwei Velos sind auf dem Schiff befestigt. Das schwarze Velo auf dem Bild gehört Leo, dem Teenie auf unserem Steg. Er hatte sich beim Skateboardfahren den Arm gebrochen. Mit dem eingegipsten Arm hat er jedoch, während seine Eltern die Ferien in Frankreich verbracht haben, die Arbeiten auf dem Schiff bravourös erledigt, sogar gewaschen und Wäsche aufgehängt hat er, Hut ab! Oft waren seine Freunde bei ihm zu Besuch, und sie haben Gitarre gespielt, was für uns jeweils ganz angenehm zum Zuhören war.
 
Muschel mit Perle Bernard hat mir eine wunderschöne Muschel geschenkt. Ich durfte sie mit einer Südseeperle, die er selber gefunden hat, fotografieren. In einer kleinen Schatztruhe aus Madagaskar bewahrt er seine Lieblingsstücke auf. Er ist ein begnadeter Taucher und findet immer wieder spezielle Perlen und Muscheln, die er für seine Tochter, welche in Frankreich lebt, aufbewahrt. Sie bastelt daraus wunderschöne Ketten. Paul wird 89
 
Wir sind eingeladen zum 89. Geburtstag von Paul, wir geniessen das ausgezeichnete Essen, welches Claudie mit viel Liebe zubereitet hat: als Apéro foie gras mit Champagner, Jambalaya schmackhaft gewürzt und zum Dessert einen feinen Schoggikuchen. Was für ein Glück wir hier haben, diese besonderen Delikatessen geniessen zu können.
 
Tahiti Pearl Regatta 4. und 5. Mai   An diesem Wochenende findet die Tahiti Pearl Regatta statt. Verschiedene Schiffe sind am Hafen von Raiatea, um an dieser Regatta teil zu nehmen. Nach einer Information am Morgen auf dem Marktplatz starten die Boote ihre Regatta am Nachmittag. Mädchen am BastelnSogar ein Schweizer Boot, welches dabei ist, konnte ich ausfindig machen (seht ihr die Flagge?). Ganz lustige Schiffe finden sich jeweils für solche Anlässe am Hafen ein. Auf dem Hauptplatz in der Stadt werden die Kinder unterhalten mit Bastelarbeiten, auf dem Foto sind zwei Mädchen aus Arbon zu sehen, welche aus Plasticflaschen Schiffe basteln. Sie werden von einer Frau aus Peru betreut, welche ihnen das Wiederverwerten von gebrauchten Sachen beibringt.
 
Der Markt von Uturoa Auf dem Markt in Raiatea werden viele verschiedene Früchte, Gemüse und Blumen angeboten. Die Sachen sind viel frischer und günstiger als im Supermarkt. Die Frauen, welche diese Waren verkaufen, pflanzen diese selber an und haben eine Lizenz, diese auf dem Markt zu verkaufen.
 
Im Supermarkt (hier gibt es drei: Champion mit Carrefour-Artikeln, Leogite mit Bioprodukten und Liaut mit Markenartikeln) hingegen, können wir uns hier in Raiatea mit beinahe allen Lebensmitteln versorgen, vielfach halt zu extrem hohen Preisen. Die meisten Lebensmittel werden aus Frankreich, aus Neuseeland oder auch aus den Vereinigten Staaten angeliefert. Ziegen im Boot
 
Plötzlich höre ich auf unserem Schiff ein „määähhh, määähhh“ und ich frage mich, was das wohl sein könnte. Gwunderig wie ich bin, gehe ich der Sache nach. Eine Polynesier-Familie bringt mit ihrem Schiff zwei Ziegen nach Taha'a zu den Eigentümern. Sie haben diese Ziegen während der Abwesenheit der Besitzer gehütet und in ihrem Garten weiden lassen.
 
Die Familie Ettlin 5. Mai   Nun habe ich doch an unserem Hafen eine Schweizer Familie aus Kerns, Obwalden kennen gelernt, das ist lustig, wieder einmal mit einer Frau aus der Schweiz „Schwiizerdütsch“ zu sprechen. Die Familie macht während einem Jahr eine Weltreise und hat hier in Französisch Polynesien für einen Monat einen Katamaran gemietet. Sie sind nach Huahine und Taha'a gesegelt, was ihnen sehr gut gefallen hat. Robert C. SeamansNun fliegen sie weiter nach Los Angeles, wo sie einen grossen Wohnwagen mieten und die Küste von Kalifornien bereisen werden, bevor sie weiter nach New York und von dort wieder in die Schweiz reisen werden. Sie haben uns auf unserem Schiff besucht und uns ihre Esswaren, welche sie nicht mehr mitnehmen können, überlassen. Ihre Reise erzählen sie in einem tollen Blog: www.ettlintravel.ch.
 
Die „Robert C. Seamans“ wurde 2001 in Tacoma, Washington U.S.A. gebaut, und ist ein Schulungsschiff für Studenten, welche eine Zeit lang an Bord leben. Crew der Robert C. SeamansDas Ziel der Schulung ist, Ozeane kennen zu lernen und zu verstehen. Ich bin mit meinem kleinen Velo sofort an den Hafen gefahren, um dieses wunderbare Schiff zu sehen. Es ist imposant und die Studenten haben sich gefreut, für mich zu posieren.
 
Auf einem Nachbarschiff hat mir Nicolas, der ein altes Schiff im Hafen von Uturoa besitzt, mit welchem er jedoch nicht mehr segeln kann, da es zu viele Defekte hat, Rambutan angeboten.Rambutan Ich habe mich mit einem Büschel auf den Weg zu unserem Schiff gemacht, wo ich diese geschält habe. Ich war erstaunt, dass die stachelig aussehenden Früchte, ganz weich waren, und es leicht war, diese zu schälen. Sie schmecken wie Litschi, sind sehr erfrischend, und halten sich, im Kühlschrank aufbewahrt, während mehreren Tagen.
 
6. Mai   Heute haben die tahitianischen Tänzerinnen auf dem Marktplatz ihren Auftritt. Sie sind sehr beweglich und tanzen im Rhythmus der polynesischen Band. Die Zuschauer wurden dann auch aufgefordert, mit zu machen, was ganz lustig war. Tanzen, wie könnte ich da nicht dabei sein, um jedoch den Bauch wie die hübschen Frauen bewegen zu können, werde ich noch viele Tanzkursstunden benötigen. Nun ja, Dabeisein ist Alles!
Polynesische Musiker und Tänzerinnen

Junge Polynesierinnen Die zwei hübschen Polynesier-Mädchen haben auf dem Weg zu unserem Bootssteg Muscheln gesammelt und die Krabben auf den Steinen beobachtet. Sie kommen aus Taha'a und haben heute einen Ausflug mit der Familie nach Raiatea gemacht.
 
Abschied von Philippe 8. Mai   Heute ist Muttertag, herzliche Gratulation an alle Mütter! Ich hoffe, ihr seid verwöhnt worden von euren Kindern oder habt eure Mütter verwöhnt. An solchen Tagen wäre ich natürlich auch gerne bei meiner Mama, um ihr ein wenig Abwechslung zu bieten. Unser Freund, Philippe, der für drei Monate hier war, musste heute nach Neuseeland abreisen, wir sind früh aufgestanden, um ihn zu verabschieden. Abschiednehmen ist immer wieder schwierig, doch wir werden ihn ja nach drei Monaten, wenn wir dann noch hier sind, wieder sehen. Kochherd-Reparatur
 
Nun ist auch noch unser Kochherd ausgestiegen: kratz, kratz und René findet die Lösung. Nun stehen meinen Kochkünsten wieder alle Türen offen.
Pizza-Roulotte 
Wenn wir nicht eingeladen sind, und nicht selber kochen möchten, gönnen wir uns ab und zu etwas aus einer wie man hier sagt „roulotte“, das sind rollende Wagen, welche hier in Raiatea Pizza, Crêpes oder Poulets anbieten. Die Esswaren schmecken sehr gut, und mit unserem Velo sind sie in fünf Minuten auf unserem Schiff. Manche „Roulottes“ haben auch Tische davor, wo man sich gemütlich zusammen setzen und essen kann.
 
M/S Arctic P Die "M/S Arctic P" fährt in der Lagune vorbei. Mit ihren 88 Metern ist sie eine der beeindruckendsten Superyachten der Welt. Sie wurde 1969 in Deutschland als Forschungsschiff gebaut, und später vom inzwischen verstorbenen reichsten Australier zur Luxusyacht umgebaut. Sie wird von einer 25-Mann Crew bedient, und hat bei ihrer Reisegeschwindigkeit von 20 Knoten eine Reichweite von 18'000 Seemeilen, was nicht ganz um die Welt reicht! Hey Freunde, nun ist sie zum Charter angeboten: Wie bindet man einen Pareo sie bietet 12 Gästen jeden denkbaren Komfort an Bord, inkl. Spa und Heli-Landeplattform. Wäre das nicht was für euch: einfach auftanken und loslegen! Ach ja, der Kraftstofftank fasst 1'250'000 Liter, vergesst das Kleingeld nicht! :-)
 
Wie bindet man einen Pareo? Es gibt viele verschiedene Arten, den Pareo zu tragen, die einfachste und üblichste Methode ist, ihn zwei Mal um den Körper zu wickeln und auf der einen Schulter mit einem Knoten zu befestigen. Einfach ist es auch, einen Knoten im Nacken und einen Knoten auf der Hüfte anzubringen. Unzählige weitere Möglichkeiten bestehen, den Pareo zu befestigen.
Auch die Männer tragen den Pareo. Sie binden diesen zu Shorts. Der Stoff ist aus Kunstfasern oder Baumwolle, sehr exklusive Exemplare sind aus Seide und werden von Hand bemalt.
 
10. Mai   Mit Wassertaxis, Shuttle Booten und ganz speziellen Passagierbooten kann die Insel Taha'a von Raiatea aus in kurzer Zeit erreicht werden (mit dem Wassertaxi etwa 15 Minuten). Um nach der berühmten Insel Bora Bora zu reisen, kann der Maupiti Express, welcher dafür zwei Stunden benötigt, benützt werden.
Taxi Boats

 
Heute war ich beim Verlad der Hawaikinui, welche zwei Mal pro Woche in Raiatea anlegt, dabei, um die Arbeiten zu verfolgen.Hawaiki Nui Die abzuholenden Waren werden den Geschäften oder Bewohnern avisiert und müssen am gleichen Tag abgeholt werden. Die Container tragen Nummern, welche den Abholern bekannt gegeben werden, und die Arbeiter suchen die entsprechende Ware heraus. Ich war überrascht, wie schnell die Sachen gefunden sind, und die Besitzer konnten innert kürzester Zeit mit ihren Errungenschaften wieder abfahren. Sogar zwei Kanus in ihrem Rohzustand wurden angeliefert. Diese werden in den Sportgeschäften gespritzt und mit den Wünschen ihrer Besitzer bemalt. Mit diesen Kanus sind sie dann, häufig nach Feierabend unterwegs, um sich sportlich zu betätigen. Es existieren auch Wettkämpfe, die immer im Juli stattfinden. Dieser Sport wird von sehr athletischen Personen ausgeführt (wie Ruedi vom EW).Eine typische polynesische Roulotte Natürlich wird die Hawaikinui auch wieder mit verschiedenen Gütern, z.B. Autos, welche in Raiatea nicht repariert werden können, beladen, mit Postpaketen für den Versand in die ganze Welt, usw.
 
Nachdem ich mit meiner EC-Karte aus dem Bancomaten Geld bezogen habe, wie wenn ich in Amriswil an den Automaten gehe, bin ich weiter gefahren, um meine Einkäufe zu erledigen, und danach habe ich im Schwimmbad bei der „Roulotte“, welche von der freundlichen Crêpes-Frau und ihrem Ehemann betrieben wird, nur ein Eis genehmigt!
 
Kinderplausch im Wasser Die Kinder hatten Schwimmunterricht, ich konnte kaum mein Natel zücken, um ein Foto zu machen, haben mir alle gewunken und wollten posieren. Eine Frau vom Freiwilligendienst war dabei, um die Kinder als zusätzliche Person zu beaufsichtigen. Sie war während vierzig Jahren Lehrerin, und liebt es, mit Kindern zu arbeiten, deshalb ist sie jeweils bei den Turn- und Schwimmstunden als Aufsicht dabei und diese Arbeit, je nach Bedarf, macht ihr viel Freude.
 
Weltumsegler 12. Mai   Heute sind viele Schiffe vor Anker und im Stadthafen von Raiatea, welche von Europa aus rund um die Welt in etwa zwei Jahren segeln. Von der Art her gleiche Schiffe finden sich zusammen und unternehmen eine Art Gemeinschaftsrallye. Dies ist für viele Segler einfacher als alleine zu segeln, da bei Schwierigkeiten die Boote auf die Hilfe der Personen der anderen Schiffe zählen können. Auch geniessen es viele Segler in Gemeinschaft mit anderen dieses Abenteuer zu erleben. Leider werden sie Raiatea nicht in guter Erinnerung behalten können, da es während der zwei Tage, die sie hier waren, dauernd geregnet hat, schade.
 
Die Tahiti-Fähre in Raiatea 15. Mai   Streik des Bodenpersonals der Tahiti Air. Die Angestellten sind mit ihren Arbeitsbedingungen, insbesondere den Arbeitszeiten nicht zufrieden, deshalb sind sie in den Streik getreten. So verkehren keine Flugzeuge von Papeete nach Raiatea. Nach drei Tagen wurde ein riesiger Katamaran organisiert, welcher die Gestrandeten von Tahiti über Huahine nach Raiatea bringt und von hier wieder zurück nach Papeete führt. Geduldig warten die Polynesier auf die Ankunft des Schiffes und auf ihre Liebsten mit Begrüssungskränzen und -ketten. Im MastEs war lustig zu sehen, wie die Koffern von Hand weiter gereicht werden und dann auf Gepäckwagen, welche von einem Traktor gezogen werden, verladen wurden. Lustig, Flughafenfeeling am Schiffsquai! Auch die 16-jährige Natascha, welche auf einem Schiff hier in unserer Marina alleine lebt und zur Absolvierung der Maturaarbeiten in Frankreich war, musste den Katamaran nehmen, da sie nächsten Dienstag hier ihre Abschlussarbeiten ablegen muss. Wer weiss, wie lange der Streik noch andauern wird, zum Glück hatte ich keine Probleme bei meinem Flug vor gut vier Monaten.
 
Hinano 17. Mai   René klettert bei wunderschönem Wetter, nach vielen Regentagen, dem Mast entlang unter die Saling, um das neue Nebelhorn anzubringen, so sind wir bei Nebel bestens ausgerüstet und können uns bemerkbar machen. Das alte Teil war ganz verrostet und hat nicht mehr funktioniert. Auch alle Nachbarn kommen wieder aus den Schiffen und verrichten Arbeiten auf Deck. Es ist wie bei uns zuhause, sobald die Sonne herauskommt, zieht es die Menschen aus den Wohnzimmern in die Natur. Wie ihr seht, ist das Leben auf dem Schiff in der Marina nicht viel anders als in einem Haus, ausser dass alles viel kleiner und manchmal etwas komplizierter ist, aber ihr kennt mich ja, ich bin ja eine ganz patente Frau, die sich an alle Dinge schnell anpassen kann! Unser WindgeneratorZur Feier der erfolgreichen Befestigung unseres Nebelhornes genehmigen wir uns ein Bierchen aus den hübschen Hinano-Dosen. Dieses Sujet ist auf vielen Souvenirartikeln, wie Badetüchern, Pareos, T-Shirts, Shorts, usw. zu finden.
 
Unser Spannungsregler aus China für den Windgenerator ist eingetroffen und das gleich zwei Mal. Nun ja, so können wir das andere Teil als Ersatz behalten, man weiss ja nie. Nun ist besseres Wetter angesagt, d.h. die Arbeiten auf Deck können fortgesetzt werden, auch die gefährliche Zyklonsaison ist vorbei, und so können wir bestimmt bald einmal ein wenig segeln gehen, zumindest hier in der Umgebung, und ich kann herausfinden, wie es mir dabei geht. René installiert das Teil und, hurraahh, es funktioniert, nun wird uns der Windgenerator, falls der Wind bläst, Strom liefern, den wir natürlich unterwegs gut gebrauchen können. Electricité d'Uturoa
 
19. Mai   Am Nachmittag gehe ich zum Einkaufen, auf dem Weg laufe ich an der Elektrizitäts-Firma vorbei, was mich natürlich an unser EW erinnert. In Romanshorn haben wir ein viel nobleres Gebäude, nun ja in Romanshorn hat es ja auch zu fast 100 % immer Strom, was hier in Raiatea ab und zu nicht der Fall ist. Aber die Menschen hier sind sehr geduldig und können schon mal ein paar Stunden ohne Strom aushalten, ihr Lächeln verlieren sie dabei nicht.
 
Trommeler Von lautem Trommelgeräusch werde ich angezogen, und ich sehe in einem Garten, wie eine kleine Band mitten am Nachmittag ihr Traning absolviert. Für die jeweils ankommenden Schiffstouristen und zu besonderen Festivitäten üben sie ihre Partituren. Die Instrumente sind sehr laut und werden teilweise von den Musikern selber von Hand geschnitzt. Die Trainings finden täglich statt, am Morgen, am Nachmittag und am Abend. Ohne Ohrstöpsel spielen sie ihre Stücke, hoffentlich hält ihr Gehör das aus!
 
Bordvorrat 20. Mai   All die Konservenbüchsen und Esswaren, wie Reis, Teigwaren, Linsen, Mehl, Zucker, Salz, usw., welche René für seine Reise nach Kap Hoorn eingekauft hatte, wollte ich in einer Liste aufnehmen, damit wir etwa wissen, was wir an Bord haben. Dazu musste ich die Vorratsschränke ausräumen und ein Inventar erstellen. Zum Glück hatte René die Sachen bereits vorbildlich sortiert. Nach der Bestandesaufnahme sieht es so aus, als ob wir längere Zeit unterwegs sein können ohne Hunger leiden zu müssen! Früher gab es für solche Schiffsreisen viel weniger Möglichkeiten an Fertigprodukten, da heute viele Lebensmittel, bereits vorgekocht, eingekauft und längere Zeit aufbewahrt werden können.
 
Alain verlässt Polynesien 26. Mai   Alain, Philippe und Olivier verlassen die Marina, um nach Neu Kaledonien zu segeln. Am Vorabend haben sie auf unserem Steg einen kleinen Apéro organisiert, und am Morgen wurden sie von Bekannten, Stegnachbarn und ihren Familien verabschiedet. Da Alain Raiatea wahrscheinlich für immer verlassen wird, hat er sich mit gemischten Gefühlen auf die Reise begeben. Wahrscheinlich ähnliche Gedanken wie mich am 2. Februar 2016 haben ihn beschäftigt. Bravourös hat er den Abschied jedoch gemeistert, bravo Alain, ich hatte grössere Mühe am Flughafen von Zürich.
Abend am Hafen
29. Mai Ein herrlicher Abend und wir machen einen Spaziergang in die Stadt, wo wir etwas trinken. Die Windspirit ist mit Motor eingelaufen, hat aber nicht angelegt, sondern sie ist vor Anker über Nacht geblieben. Da in Frankreich der Muttertag am letzten Sonntag im Mai gefeiert wird, haben sie im Restaurant Luftballons aufgeblasen und als ob sie es gewusst hätten, haben sie mir einen in meiner Lieblingsfarbe (rosa) geschenkt. Er dekoriert nun unseren Salon auf dem Schiff.
 
Erdbeeren im Pazifik 31. Mai   Erdbeerschmaus in der Mitte des Pazifiks! Obwohl es hier so viele schmackhafte Früchte gibt, war meine Lust nach Erdbeeren sehr gross. Diese können hier im Supermarkt, natürlich importiert, gekauft werden. René hat mir, obwohl sehr teuer (Fr. 10.00 für 250 g), ein Schälchen gekauft, und ich habe sie mit ein wenig Zucker mariniert und mit Schlagrahm dekoriert (mein Mixer kommt immer wieder zum Einsatz). Ich kann euch sagen, obwohl sie aus den USA importiert sind, sie waren ein Traum: mmmhhh! Fischfang in der Boje
 
Ich habe beobachtet, wie ein Fischer, welcher mit einer Harpune im Meer auf Fischfang ist, seine Ausbeute verstaut: lustig, mit einem Rettungsring und einem Fähnchen schwimmen die Fische in einem Behälter und er weiss jederzeit, wo sein Fang sich befindet. So muss er nicht jedes Mal ans Ufer schwimmen, um sich seiner gefangenen Fische zu entledigen.
 
Regenbogen über Uturoa Ein eindrückliches Bild konnte ich machen, als ich am frühen Abend zur Stadt zum Einkaufen gelaufen bin: über dem eingelaufenen Frachtschiff „Taporo“ hat sich ein herrlicher Regenbogen gebildet, auf dem Foto sind die Farben kaum wieder zu geben. Fischer in seinem Potimarara
 
Zurück von meinem Einkauf laufe ich am Steg entlang, und sehe wie der Fischer seinen Fang auf dem Fischbehälter seines Potimararas auslegt, um diesen auszunehmen. Am Bug des Schiffes hat er ein paar kleine Bonitos aufgehängt, somit ist das Essen für seine Familie für die nächsten paar Tage gesichert. Was er nicht selber benötigt, verkauft er direkt an seine Abnehmer oder er bringt diese zum Verkauf in den Supermarkt. Bordvorrat
 
Ebenfalls auf dem Rückweg habe ich das Schiff vom Typ „Bavaria“ mit Namen „blue heeler“ eines Australiers entdeckt. Natürlich habe ich ein paar Worte mit ihm gewechselt, er hat sein Schiff in Italien gekauft, und wird es nach Australien überführen, sein Plan ist, im November 2016 dort an zu kommen. Mit dem Beil war er gerade an Reparaturarbeiten beschäftigt, keine Angst, er wollte mir nichts tun!

 
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